Fachfragen bei Estrichleger.de

 
die_Schmitzens (Gast) fragt am 30.12.2010:
 
Hallo zusammen,
wir haben ein großes Problem was unseren Estrich angeht. Und zwar: Wir haben vor 4 Jahren neu Gebaut (Fertighaus). Im Zuge dessen ist der Estrich im November, nach Verspätung, gegossen worden mit einem zusätzlichen Schnellabbinder um die spätere Wartezeit zu verkürzen. Insgesamt haben wir aber trotzdem fast 10 Wochen gewartet bevor die die Böden (Laminat, Fliesen, Teppich) verlegt haben. Jetzt ist es so, das im Flur alle Fliesen hochgekommen sind, auch nach wiederholtem kleben erneut. Der Wohnbereich und der Flur oben ist mit Laminat verlegt. Hier fing erst vereinzeltes knacken an, hört sich so ähnlich an, als würde ein "Stein" darunter liegen. Mittlerweile ist es aber überall. Nach herausnehmen des Laminats im Flur oben, sieht man, das der Boden sich auflöst bzw. wenn man mit der Hand über den Boden geht hat man immer Sand in der Hand. Im Laufbereich hat sich dadurch schon ein richtiger Versatz gebildet. Die Fläche im Wohnbereich habe ich noch nicht prüfen können, aufgrund der Größe der Fläche. Eine erste Sichtung eines Gutachter unsererseits hat ergeben, dass anscheinend zuwenig Beton/Zement im Boden ist. Stellungnahme der Fertighaus-Firma und des Estrichlegers (hat keine 10 Minuten gedauert) ist aber der Meinung, das der Boden zu früh belaufen und die anschließenden Böden (Fliesen, Laminat, Teppich) zu früh verlegt worden sind oder das man falsch gelüftet hat. Wir sind jetzt auf der Suche nach Menschen die ähnliche Probleme hatten oder nach Firmen die eine Kernbohrung untersuchen können. Es wäre auch Gut zu wissen über welchen Kostenfaktor man hier spricht.
Es wäre nett, wenn uns jemand helfen könnte.

Viele Grüße
die_Schmitzens

PS: Anbei auch mal zwei Bilder, wie es im Flur oben aussieht.
 
Anlagen zu diesem Beitrag:
 
 
 
  
 
2 Antwort(en), letzte am 03.01.2011:
 
   Päffgen GmbH (Fachfirma) schreibt am 02.01.2011:
 
Der Gutachter hat mit einiger Wahrscheinlichkeit Recht. Auf jeden Fall müssen die unterschiedlichen Standpunkte geklärt werden. Am besten mal mit einem Anwalt für Baurechtsfragen über die weitere Vorgehensweise beraten. Auch manche Handwerkskammern bieten einen Service an, an den sich Bürger mit ihren Beschwerden wenden können.
 
 
die_Schmitzens (Gast) schreibt am 03.01.2011:
 
Vielen Dank schon einmal für die Antwort, habe Mittlerweile auch erfahren, das die Estrichfirma keinen Guten Ruf hat (Name möchte ich noch nicht sagen, nur soviel, sie kommt aus Oberhausen). Das mit dem Anwalt werden wir wohl auch machen müssen, allerding belaufen sich da die Kosten auf ca. 7.000 Euro und wer sagt mir, dass wir gewinnen und wenn ja, das der Schaden behoben wird. Ein weiteres tolles Jahr beginnt.
Gruß
die_Schmitzens