Fachfragen bei Estrichleger.de
Holstein (Gast) fragt am 30.08.2011:
Leider ist bei mir einiges in den Brunnen gefallen:
1) Bei einem Zementestrich auf FBH (Heizestrich) sind die Randdämmstreifen nur 5 mm stark. Ist dies ausreichend?
2) Die Estrichfolie wurde nicht mit dem Randdämmstreifen verklebt, vielmehr gibt es an den Rändern Lücken zur unteren Dämmplatte von ca. 1 - 2 cm.
3) Die Dämmstreifen liegen zum Teil max. 1 cm unter dem Estrich. Wie kann die Situation verbessert bzw. gerettet werden?
4) Muss in jedem Zimmer / Estrichfeld ein Messpunkt gesetzt werden?
5) In den Ecken ist der Randdämmstreifen nicht knackig in der Ecke. Nach der Estricheinbringung kann ich einen Besenstiel in die Ecken stellen. Wie kann die Situation gerettet/verbessert werden?
6) In welchem Estrichzustand (Zeitpunkt) kann die Ebenheit geprüft werden? Nach Begehbarkeit? Nach Belegreife?
7) Zu den Zimmern steht der Trennstreifen nicht über. Ist das so richtig?
1) Bei einem Zementestrich auf FBH (Heizestrich) sind die Randdämmstreifen nur 5 mm stark. Ist dies ausreichend?
2) Die Estrichfolie wurde nicht mit dem Randdämmstreifen verklebt, vielmehr gibt es an den Rändern Lücken zur unteren Dämmplatte von ca. 1 - 2 cm.
3) Die Dämmstreifen liegen zum Teil max. 1 cm unter dem Estrich. Wie kann die Situation verbessert bzw. gerettet werden?
4) Muss in jedem Zimmer / Estrichfeld ein Messpunkt gesetzt werden?
5) In den Ecken ist der Randdämmstreifen nicht knackig in der Ecke. Nach der Estricheinbringung kann ich einen Besenstiel in die Ecken stellen. Wie kann die Situation gerettet/verbessert werden?
6) In welchem Estrichzustand (Zeitpunkt) kann die Ebenheit geprüft werden? Nach Begehbarkeit? Nach Belegreife?
7) Zu den Zimmern steht der Trennstreifen nicht über. Ist das so richtig?
2 Antwort(en), letzte am 27.09.2011:
An den Rändern handelt es sich lediglich um Trennstreifen. Diese verhindern einen Materialschluss zwischen Estrich und aufgehendem Mauerwerk und gewährleisten die Beweglichkeit des schwimmenden Estrichs. Später werden die Fugen und Ecken flexibel verschlossen. Überstehende Trennstreifen werden zuvor mit einem Cutter eingekürzt. Die Feuchtigkeitsmessung kann man an ausgewählten Stellen durchführen, die repräsentativ für die Gesamtfläche sind. Die Ebenheit sollte vor Belegung geprüft werden, nötigenfalls kann mit Spachteln oder Schleifen etwas ausgeglichen werden.
Gaugie
(Gast) schreibt am 27.09.2011:
Der Estrichrandstreifen sollte 10mm dick sein. Er trennt nicht nur den Estrich vom Mauerwerk, sondern muß auch die Ausdehnung des Estrichs bei Erwärmung sicherstellen. Dies kann je nach Raumlänge bis zu 8mm betragen. Die Längenänderung geht meist nicht gleichmäßig zu allen Seiten, sondern oft durch zB höhere Auflast durch Möbel an der einen Raumseite, nur in eine Richtung, deshalb können 5mm nicht reichen. Folgen sind Risse im Estrich durch Einzwängung und damit auch Risse im Oberbelag. Die Dehnfugen zwischen den Räumen sind üblicherweise bündig mit der Estrichoberfläche. Pro Wohnung bzw. Stockwerk sollten 3 Feuchtigkeitsmessstellen vom Estrichleger nach Anordnung des Architekten markiert werden. Der Randstreifen sollte erst nach Oberbelagsverlegung bei Fliesen, oder Erhärtung der Spachtelmasse bei Textilblägen, abgeschnitten werden um Schallbrücken zu vermeiden und dem Estrich die Ausdehnung zu ermöglichen. Die Ebenheit wird normalerweise nach Begehbarkeit des Estrichs überprüft und zwar nach den Richtlinien der DIN 18202. Da sich Zementestrich in der Abbindephase verformt durch schwinden, ist hier Fachwissen von nöten!!!

