Fachfragen bei Estrichleger.de

 
Heizer (Gast) fragt am 26.09.2011:
 
Hallo!

Wir planen gerade ein Passivhaus und sind gerade bei dem Bodenaufbau der FBH. Jetzt habe ich mich intensiv mit der Materie beschäftigt. Mein Heizungsbauer will ganz klassisch die Heizschlangen unter Fließestrich legen (35mm Überdeckung (Knauf). Ich habe auch mit Heizplatten der Fa. Joco geliebäugelt wegen der besseren Wärmeverteilung und der Speichermasse. Die sind aber so teuer. Jetzt habe ich mich gefragt ob es evtl auch die Möglichkeit gibt, den Estrichaufbau umzudrehen und die Heizschlangen unterhalb der Oberkante des Estrichs einzulegen? Dadurch hätte man die Speichermasse, schnelle Reaktionszeit und die geringere Vorlauftemperatur. Gibt es solche Systeme? Und funktionieren sie? Oder sind meine Überlegungen komplett falsch?

Vielen Dank!
 
 
  
 
1 Antwort(en), letzte am 27.09.2011:
 
Gaugie (Gast) schreibt am 27.09.2011:
 
Der Heizestrich \"lebt\" von der richtigen Estrichdicke. Sie dient als Wärmespeicher aber auch als Lastverteilungsschicht. Je dünner der Estrich, desto schneller die Wärmeabgabe, aber desto größer auch die Durchbiegung unter Last, was dann zu Spannungen im zB Fliesenbelag und Rissen führen kann. Außerdem kühlt der Estrich während der Nachtabsenkung der Heizung schnell ab und muß morgens erst wieder aufgeheizt werden. Ein zweischneidiges Schwert also. Die vorgeschlagene Variante entspricht dem Stand der Technik, ist erprobt und sicher.