Fachfragen bei Estrichleger.de

 
Brummi fragt am 10.09.2008:
 
Estrich viel zu dünn

Hallo zusammen, bei mir wurde vor einer Woche 04.09.2008 eine Zement Estrich eingebracht. Als ich mir heute die Arbeit angesehen habe, musste ich feststellen das der Randdämmstreifen (160mm breit auf die Isolierung aufgesetzt) noch 120mm und mehr! heraussteht. An der Haustüre konnte ich messen, dort ist der Estrich auch nur 40 mm in der Gesamtdicke. Nach meiner Rechnung sind das 23mm Rohrüberdeckung an der Füßbodenheizung. Laut DIN 18 560 sollten das doch 45mm sein. Eine gewaltige Abweichung meiner Meinung. Noch ein weiteres Problem aufgrund des dünnen Estrich ist, das in der begehbaren Dusche so gut wie kein Gefälle zum Ablauf da ist. Den Auftrag vergab ich über MyHammer und nahm den Bewertungsbesten Meisterbetrieb mit über 50 und davon 98% Possitiven Bewertungen.

Was ist hier zu tun? Weche Möglichkeiten kommen überhaupt insbesondere bei der begehbaren Dusche in frage? Damit alles dauerhaft dicht und riss frei bleibt? Was kann ich erwarten und wie kann ich dieses durchsetzen?

Vielen herzlichen Dank für Ihre Antwort
Dieter Brummer

 
 
  
 
2 Antwort(en), letzte am 27.09.2008:
 
   Päffgen GmbH (Fachfirma) schreibt am 12.09.2008:
 
Hallo Herr Brummer, erst mal ganz kurz zur bodengleichen Dusche. In der Regel spart man haute den Estrich im Duschbereich aus und baut eine vorgefertigte Polystyrol-Hartschaumplatte (z.B. Jackoboard, u.v.a.) ein. Diese hat bereits Gefälle, ist zuschneidbar und kann mit Fliesen belegt werden. Wichtig ist, die Dichtungsbänder fachmännisch einzubauen. Man kann auch selber Gefälle mit dem Estrich herstellen. Ob das noch möglich ist, muss man vor Ort messen bzw. schauen ob man alles so lässt! Mit der Rohrüberdeckung haben sie Recht: Sie muss bei 45 mm liegen und darf lediglich mit Fließestrich um 5 mm gesenkt werden. Melden sie ihre Bedenken umgehend schriftlich bei der Firma an und ziehen sie einen Gutachter hinzu! Hier geht es nicht nur um ein paar Euro und der Weg über ein Forum kostet Zeit.
 
 
Brummi schreibt am 27.09.2008:
 
Hallo nochmal,

inzwischen hat sich herausgestellt das zu allem überfluss auch noch keine Dehnungsfugen sondern nur sollbruchstellen eingebaut wurden.
Ich habe eine mängelanzeige mit frist an die firma geschickt --> keine reaktion.

Ich habe im web ein wenig gestöbert und musste mit entsetzen feststellen,das murks am estrich wohl alltag ist und die ausführenden firmen sich immer irgendwie rauswinden und der bauherr auf den kosten (besonders für Gutachter) und den mängel sitzen bleibt.

Da ich inzwischen sicher davon ausgehe das der estrich früher oder später risse bekommt und somit auch der fliesenbelag, würde ich in eigenregie den murks ausbessern, sofern das sinn macht.
Welche möglichkeiten gibt es?
Würde es z.B. reichen eine glasfaserarmierung mit dem fliesenkleber zu verleben oder den belag zu entkoppeln?

Gruss Dieter