Fachfragen bei Estrichleger.de
sony fragt am 19.12.2008:
(Auch in de.rec.heimwerken)
Hallo zusammen,
bin gerade am Häusle bauen und am Donnerstag vor zwei Wochen (4.12.) kam der Estrich rein, und zwar ein schnelltrocknender Fließestrich Estrifan ECE 20.
Die Werbung verspricht wahre Wunder, nach nur zehn statt wie bei herkömmlichen Estrichen 42 Tagen "belegereif". Klingt natürlich toll und unser Architekt hatte sicher nur die besten Absichten, diese Art Estrich zu bestellen.
Nun wollen wir aber im EG Parkett legen. Letzte Woche war der Estrich schon begehbar (schon nach zwei bis drei Tagen) und ein Parkettleger hat sich das vor Ort angeschaut. Er könne so jetzt loslegen, er starte mit dem "rohen" Estrich - sobald er vollständig ausgetrocknet sei - , den er selbst vorher plan schleift falls nötig. Aber dann kamen nur große, fragende und irritierte Augen, als ich sagte, in der nächsten Woche wird der Estrich noch versiegelt.
Er meinte, er bräuchte keine Versiegelung, ganz im Gegenteil, das mache das ganze nur unnötig komplizierter. Sein Angebot sah daraufhin statt der mündlich zugesagten 46 Euro netto für Mosaikparkett ganz anders aus, plötzlich hatten wir einen Quadratmeterpreis von 66 Euro! Dieser Mehrpreis erklärt sich nur aus den zusätzlichen Arbeitschritten für diesen schnelltrocknenden, versiegelten Estrich.
Jetzt mussten wir ganz schnell handeln, am (vergangenen) Donnerstag, 18.12., sollte nämlich die Versiegelung kommen und ich wollte noch herausfinden, ob man das nicht noch stoppen könnte. Vielleicht konnte man den Estrich ja einfach wie herkömmlichen ganz geruhsam austrocknen lassen. Nach mehreren Telefonaten mit dem armen Estrichleger, das letzte am Tag der Versiegelung morgens früh um 6:15 Uhr, war dann klar, dass die Versiegelung keine nette Option sondern eine für diese Estrichart unumgängliche Systemkomponente darstellt.
---
Ok, jetzt, da die Versiegelung nun also drauf ist, fragen wir uns, wie wir mit dieser Situation am besten (und kostengünstigsten) umgehen können. Das oben erwähnte Angebot sieht vor, zunächst über die Versiegelung einen Haftgrund aufzutragen, dann eine Spachtelschicht von 2-3 mm zum Ausgleich von Unebenheiten und dann schließlich mit einem Spezialkleber (der aber lt. eines späteren Telefonats mit dem Parkettleger wohl doch nicht notwendig ist) das Parkett verlegen.
Ab- oder selbst nur Anschleifen als Ausgleich von Unebenheiten ist bei der Versiegelung nicht erlaubt; sie dient wohl als Feuchtigkeitssperre. Wobei mir das auch ein bisschen spanisch vorkommt, denn wenn da noch Feuchtigkeit drin ist, dann kommt die doch auch garantiert auch irgendwo raus, und wenn's nach und nach an den Rändern ist, oder?
---
Nach dieser etwas langen Einleitung nun meine Frage: Habt Ihr schon Erfahrungen mit versiegeltem Estrich plus Parkett?
Vielen Dank für jegliche Tipps und Vorschläge.
Hallo zusammen,
bin gerade am Häusle bauen und am Donnerstag vor zwei Wochen (4.12.) kam der Estrich rein, und zwar ein schnelltrocknender Fließestrich Estrifan ECE 20.
Die Werbung verspricht wahre Wunder, nach nur zehn statt wie bei herkömmlichen Estrichen 42 Tagen "belegereif". Klingt natürlich toll und unser Architekt hatte sicher nur die besten Absichten, diese Art Estrich zu bestellen.
Nun wollen wir aber im EG Parkett legen. Letzte Woche war der Estrich schon begehbar (schon nach zwei bis drei Tagen) und ein Parkettleger hat sich das vor Ort angeschaut. Er könne so jetzt loslegen, er starte mit dem "rohen" Estrich - sobald er vollständig ausgetrocknet sei - , den er selbst vorher plan schleift falls nötig. Aber dann kamen nur große, fragende und irritierte Augen, als ich sagte, in der nächsten Woche wird der Estrich noch versiegelt.
Er meinte, er bräuchte keine Versiegelung, ganz im Gegenteil, das mache das ganze nur unnötig komplizierter. Sein Angebot sah daraufhin statt der mündlich zugesagten 46 Euro netto für Mosaikparkett ganz anders aus, plötzlich hatten wir einen Quadratmeterpreis von 66 Euro! Dieser Mehrpreis erklärt sich nur aus den zusätzlichen Arbeitschritten für diesen schnelltrocknenden, versiegelten Estrich.
Jetzt mussten wir ganz schnell handeln, am (vergangenen) Donnerstag, 18.12., sollte nämlich die Versiegelung kommen und ich wollte noch herausfinden, ob man das nicht noch stoppen könnte. Vielleicht konnte man den Estrich ja einfach wie herkömmlichen ganz geruhsam austrocknen lassen. Nach mehreren Telefonaten mit dem armen Estrichleger, das letzte am Tag der Versiegelung morgens früh um 6:15 Uhr, war dann klar, dass die Versiegelung keine nette Option sondern eine für diese Estrichart unumgängliche Systemkomponente darstellt.
---
Ok, jetzt, da die Versiegelung nun also drauf ist, fragen wir uns, wie wir mit dieser Situation am besten (und kostengünstigsten) umgehen können. Das oben erwähnte Angebot sieht vor, zunächst über die Versiegelung einen Haftgrund aufzutragen, dann eine Spachtelschicht von 2-3 mm zum Ausgleich von Unebenheiten und dann schließlich mit einem Spezialkleber (der aber lt. eines späteren Telefonats mit dem Parkettleger wohl doch nicht notwendig ist) das Parkett verlegen.
Ab- oder selbst nur Anschleifen als Ausgleich von Unebenheiten ist bei der Versiegelung nicht erlaubt; sie dient wohl als Feuchtigkeitssperre. Wobei mir das auch ein bisschen spanisch vorkommt, denn wenn da noch Feuchtigkeit drin ist, dann kommt die doch auch garantiert auch irgendwo raus, und wenn's nach und nach an den Rändern ist, oder?
---
Nach dieser etwas langen Einleitung nun meine Frage: Habt Ihr schon Erfahrungen mit versiegeltem Estrich plus Parkett?
Vielen Dank für jegliche Tipps und Vorschläge.
1 Antwort(en), letzte am 29.12.2008:
Hallo. Habe im Netz nach Ihrem Produkt recherchiert. Der Estrich wird in der Tat versiegelt. Bei einer Belag bzw. einer Verklebung mit dichten Oberbelägen soll die zweite Lage der Versiegelung mit feuergetrocknetem Quarzsand abgsandet werden. Dies soll die Griffigkeit für den folgenden Kleber erhöhen. Vielleicht fragen sie einen erfahrenen Bodenleger vor Ort, der den Estrich schon kennt. Eine Zweite Meinung sollte auf jeden Fall eingeholt werden.

